Schulen für und mit SchülerInnen bauen

Schulen für und mit SchülerInnen bauen

Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass Schulbauten oft nicht deshalb preisgekrönt werden, weil sie sich gut oder gar hervorragend für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern eignen, sondern vornehmlich dann, wenn sie bautechnische Sensationen sind. Beispielsweise punkto Statik oder bezüglich der Verwendung von Materialien, die in der Regel zu allem Überfluss auch noch nicht teuer genug sein können. Auf der andern Seite stehen oft Betreuungs- und/oder Lehrpersonen, die das Potenzial ihrer Schulanlage nicht ausschöpfen, weil es ihnen an Courage und/oder Konsequenz fehlt, die es braucht, um den Alltag mit den Schülerinnen und Schülern den pädagogischen Ansprüchen und den gegebenen baulichen Möglichkeiten entsprechend zu organisieren: Bedarfsgerecht und selbst bestimmt massgeschneidert. Das Verhalten beider Akteure - Architektur und Bildung - spiegelt der achtminütige Beitrag "Bauen für die Kids" im Kulturplatz von SF DRS vom 27.10.2010:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ef69fc4c-8671-444f-8beb-1eec0e6e7eda;D

Beim Ausbau von Tagesstrukturen ist weniger mit Neu-, als vor allem mit Um- und Ausbauten von Schulen zu rechnen. Wie viel Geld dabei ineffizient in den Sand gesetzt werden kann, zeigt der Standpunktbeitrag →BAU VON HORTEN: ÄRGER UBER WELTFREMDE PLANER. Damit solche Beispiele einer Bau- und Bildungsverwaltung, die immer mehr Ämter ins Spiel bringt und zugleich den Dschungel von Standards immer dichter und höher wachsen lässt, eine Ausnahme bleiben, braucht es Widerspruch und Alternativen. Hier kann insbesondere die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern frischen Wind in die Segel blasen, wie ein Ausschnitt aus einer Sendung des Österreichischen Rundfunks aufhorchen lässt:

http://apasfftp1.apa.at/oe1/programm/0000BFAE.MP3

Das in diesem Beitrag erwähnte KINDERBÜRO BASEL hat zwei Angebote entwickelt, die es den Lehrpersonen sowie der Bau- und Bildungsverwaltung konkret vor Ort ermöglichen, Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung ihrer Schule zu beteiligen. Sie werden dabei als Expertinnen und Experten für ihre Lebenswelt anerkannt. Die Möglichkeit der Beteiligung fördert zum einen die Lernbereitschaft und zum anderen stärkt sie das Selbstbewusstsein. Diese Faktoren haben eine positive Auswirkung auf das Lernklima der Schule. Mehr zu den beiden Angeboten PARTIZIPATION MACHT SCHULE und KINDER BRINGEN FARBE IN DIE SCHULE finden sich in der Basler Gesundheitsdatenbank:

http://gesundheit.edubs.ch/themenbereiche/ →Lebensraum Schule

12.12.2010

Ueli Keller
Leiter Lebensraum Schule

Bildungskoordination
Erziehungsdepartement Basel-Stadt
Leimenstrasse 1
4001 Basel
Tel 061 267 62 93
Email: ueli.keller(at)bs(dot)ch